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Beraterinterview mit Robert Heinze

Beraterinterview mit Robert Heinze

20. Februar 2019Tags: Keine Kommentare Oxana Martevaia

Projekt: Cloud Foundation

Kannst Du das Projekt, an dem Du gerade arbeitest, und Deine spezifischen Aufgaben darin kurz beschreiben?

Mit dem Projekt soll nach Vorgaben einer großen deutschen Bank als Digitalisierungsstrategie die Infrastruktur zur Nutzung von Clouddiensten (IaaS) entwickelt werden. Genauer geht es um eine Plattform für so genannte Container, um Entwicklungsprojekte in Zukunft schneller umsetzen und besser skalieren zu können. Ziel ist die Kostenersparnis bei eigener Serverhardware und Einführung des Prozessverbesserungsansatz DevOps.

Meine Aufgaben finden sich an der Schnittstelle zwischen IT Security, Compliance und Projektmanagement. Für die Bank ist es eine große Herausforderung, bankinterne Vorgaben und Datenschutzbestimmungen beim Umgang mit internen und externen Cloudanbietern zu gewährleisten.

Wie lange dauert das Projekt schon an und wann wird es voraussichtlich abgeschlossen sein?

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2018 hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein genommen und kann internen Kunden eine Entwicklungsumgebung und eine Testumgebung in der Cloud zu Verfügung stellen. Startschuss des Projektes war im Frühjahr 2018.  Die geplante Projektdauer beträgt mehrere Jahre und endet mit der Übergabe in den produktiven Betrieb.

Welche Aspekte der Projektarbeit findest Du besonders spannend?

Sowohl den Kundenkontakt, als auch die Einarbeitung in eine neue Materie. Mit zunehmender Kenntnis und Erfahrung kann man sich dann persönlichen Freiraum schaffen, um seine persönlichen Stärken auszuspielen und Verantwortung für eine Sache zu übernehmen.

Was reizt Dich an Deiner derzeitigen Aufgabe besonders?

Als Pilotprojekt hat die Cloud Foundation einen besonderen Stellenwert in der Bank. Es ist ein Experimentierbecken für agiles Arbeiten an einem sehr aktuellen Thema. Dabei wird der MVP-Gedanke verfolgt, um kleine funktionierende Prototypen oder Teilprojekte schnell umzusetzen und nicht immer alle Bankprozesse durchlaufen zu müssen. Auch New Work als modernes Arbeitsplatzkonzept wird im Team getestet.

Es ist dieser Mix an Möglichkeiten und der Kontakt mit geballtem fachlichen Know-How, der meine Aufgabe so interessant macht. Bereits in der ersten Woche wurde ich in Meetings mitgenommen. Recht schnell hat sich dann ein Teilprojekt aus den Projektanforderungen gebildet, dass ich komplett alleine vorantreiben durfte.

Wie gestaltet sich während Deines Projektes die Zusammenarbeit mit dem Kunden, bei dem du im Projekt tätig bist?

Ich war von Anfang an einer bestimmten Thematik und einem Ansprechpartner zugeordnet. Aufgebrochen wurde diese starre thematische Zuordnung durch das tägliche Treffen am Morgen (Daily Scrum), wo man sich auch einen Überblick über die Arbeit der Anderen im Team verschaffen und Hilfestellung anbieten kann. Das ist die Stärke eines interdisziplinären Teams. So hatte ich die Gelegenheit, auch andere Kollegen und Externe bei ihren Problemen und Aufgaben zu unterstützen.

Welche nützlichen Erfahrungen konntest Du während Deiner Arbeit für die Talentschmiede bereits sammeln?

Ich bin relativ früh auf die Talentschmiede zugegangen, um das ITIL-Foundation-Zertifikat abzulegen. Der Prozess war unkompliziert und der Lehrgang wurde schnell gebucht, da machen sich die flachen Hierarchien wirklich bezahlt. Als Pluspunkt habe ich in der 3-tägigen Schulung gleich zwei weitere Kollegen kennengelernt, mit denen ich mich dann gemeinsam durch den Prüfungsstoff durchgeboxt habe.

Kontinuierliches Lernen auch neben dem Projekt steht bei der Talentschmiede im Mittelpunkt. So steht ein Zugang zu LinkedIn Learning zu Verfügung, mit dem sich Wissenslücken schließen und selbstständig Kompetenzen aufbauen lassen.

Nicht zuletzt habe ich viel im Projekteinsatz bei meinem ersten Kunden gelernt. Es ist etwas ganz anderes in einem agilen Scrum-Projekt tätig zu sein, als nur die Theorie aus den Vorlesungsunterlagen zu kennen.

Wie beginnst Du, wenn Du mit einer neuen Aufgabe konfrontiert bist? Bitte stelle kurz Deine Herangehensweise vor.

Als „Neuling“ im Projekt beginne ich immer mit einer Bestandsaufnahme und einem Abgleich meiner Kenntnisse mit den Anforderungen und dem Arbeitsumfeld. Genauso wichtig sind eine offene Kommunikation mit den Beteiligten über Aufgaben und Ziele. Darüber hinaus ist es hilfreich, die internen und externen Kollegen besser kennenzulernen und sich ein Netzwerk aufzubauen, auf das man zurückgreifen kann. Das geht je nach Umfeld mal leichter und mal schwerer.

Außerdem ist es wichtig, regelmäßig Feedback zu seiner Arbeit einzufordern, um gar nicht erst in Probleme zu laufen oder schon am Anfang gegensteuern zu können. Zum Abschluss bessere ich nach oder nehme die nötigen Anpassungen vor.

Hast Du Dich während eines Projektes schon einmal mit einer kniffligen Situation auseinandersetzen müssen? Wenn ja, wie konntest Du das Problem lösen?

Ja, mehr als einmal. Ganz wichtig finde ich offene Kommunikation. So früh wie möglich, schon bei dem leisesten Gefühl, dass es Unklarheiten gibt oder Gesagtes falsch verstanden worden sein könnte.  Meist entwickeln sich solche Situationen dann zu Problemen, die sich später nur noch mit viel Aufwand lösen lassen. Mut, die Probleme direkt anzusprechen, spielt auch mit hinein.

Ansonsten bemühe ich mich immer, nicht nachtragend und einsichtig zu sein. Beim Arbeiten passieren manchmal Fehler – das ist menschlich, so gut wir uns auch bemühen. Das muss man persönlich so hinnehmen, seine Lehren daraus ziehen und weiter machen. Lessons learned.

Wie denkst Du hebt sich die Talentschmiede in der Branche von anderen Unternehmen ab?

Wirklich überrascht war ich von den interessanten und hochkarätigen Projekten bei namhaften Kunden, in die man als Absolvent normalerweise nicht so schnell reinkommt. Es folgt keine lange Schulungsphase, sondern man „lernt“ direkt im Projekt. Auch die Work-Life-Balance ist ausgesprochen gut für eine Unternehmensberatung, da helfen auch der regionale Bezug und die geringen Reisetätigkeiten.
In der Branche gilt die Talentschmiede als junges und engagiertes Unternehmen, welche man gerne beauftragt. Einen Eindruck, den ich nur teilen kann.

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