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Der Ringelmann-Effekt #3

Der Ringelmann-Effekt #3

11. Dezember 2015Tags: Keine Kommentare Simon Krüger

Die Leistung des Einzelnen verringert sich wenn er in einer Gruppe arbeitet. Dieses Phänomen nennt man Ringelmann-Effekt. Aber wie kann man diesen Effekt umgehen? Wichtig dafür sind klare Verhältnisse.

Kann der Ringelmann-Effekt umgangen werden?

Eine Gruppenarbeit bedeutet nicht, dass die Einzelleistungen nicht gewürdigt werden können. Es müssen von Beginn an klare Verhältnisse vorherrschen, welcher Angestellte bestimmte Arbeiten zu erledigen hat. Die Umsetzung sollte dabei in möglichst kleinen Gruppen erfolgen. Weiterhin sind folgende Tipps zu beachten.

    • Die Motivation des Einzelnen: In einer effektiven Gruppe, muss jeder seinen Einsatz bringen. Dies gelingt nur, wenn klare Aufgaben und Ziele genannt werden. Gleichzeitig muss der Einzelerfolg der jeweiligen Person zugeordnet werden können. Gute Leistungen müssen von den Vorgesetzten belohnt werden, schlechte Leistungen ermahnt.
    • Eigenständig Krisen herbeiführen: In größter Not halten die Mitarbeiter am stärksten zusammen. Dieser Theorie liegt die folgende Vorgehensweise zugrunde. Es werden Mittel gekürzt, um für eine neue Strukturierung des Projektes zu sorgen. Im Anschluss verlaufen die Arbeiten häufig effektiver.
    • Arbeitsroutinen unterbrechen: Sich ständig wiederholende Aufgaben oder Dinge, die immer gleich ausgeführt werden, sorgen für sinkende Motivation. Die Arbeitsleistung verringert sich mit steigender Routine. Es wird jedoch wieder produktiv gearbeitet, wenn die gewohnten Rituale absichtlich durchbrochen werden.
    • Anerkennung des Teams: Ebenso wie die Einzelleistungen muss auch die Teamleistung anerkannt werden. Dies gilt bei anderen Angestellten und Gruppen, ebenso wie bei den Vorgesetzten. Wenn die Mitglieder wissen, dass ihr Beitrag wertvoll ist und geschätzt wird, bleibt die Arbeitsmotivation vorhanden.

Management Summary

Maximilian Ringelmann beobachtete einen Leistungsverlust bei Pferden, wenn mehrere Tiere die Aufgabe eines Einzelnen übernehmen. In einer Untersuchung stellte er das gleiche Phänomen bei Menschen fest. Die mangelnde Motivation resultiert daraus, dass die Leistungen des Einzelnen nicht anerkannt werden. Missgunst, Verunsicherung und persönliche Konsequenzen, die nicht gefürchtet werden müssen, sind ebenfalls relevant. Der Konsens lautet, je größer die Gruppe, desto geringer die Arbeitsleistung des Einzelnen.

Die Performance kann jedoch gesteigert werden, indem die Leistung jedes Gruppenmitglieds anerkannt wird. Auch das Herbeiführen sogenannter Mini-Krisen und die Unterbrechung von routinemäßig ausgeführten Arbeiten haben einen positiven Effekt. Abschließend sollte die Arbeit des Teams von den Vorgesetzten und den Kollegen wertgeschätzt werden. Auf den Punkt gebracht muss die Motivation des Einzelnen auch in der Gruppe gefördert werden, damit seine Leistung nicht, wie von Ringelmann erläutert, abnimmt.

 

Der Ringelmann-Effekt #1

Der Ringelmann-Effekt #2

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