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Welche Probleme lösen FinTechs?

Welche Probleme lösen FinTechs?

22. Februar 2017Tags: Keine Kommentare Simon Krüger

FinTechs? Braucht die eigentlich irgendjemand oder geht es lediglich dem Gründer darum, so schnell wie möglich reich zu werden? Da wir uns sowohl für Startups (wie man anhand der Gründermaschine sieht), als auch für Finanzen interessieren, wollen wir den heutigen Artikel interessanten und meist internationalen FinTechs widmen.

Haben Sie schon einmal von Adyen gehört? Dieses niederländische Unternehmen ist nicht so bekannt wie seine Kunden, arbeitet aber für einige der bekanntesten Startups, wie beispielsweise Uber, Spotify, AirBnB und Evernote. Adyen macht es seinen Kunden einfacher, für Dienstleistungen online zu bezahlen. Da die Bezahlung so effizient wie möglich verlaufen soll, scheint Adyen den digitalen Bezahlungsprozess sehr gut zu verstehen. Im Jahr 2015 allein wurden Transaktionen im Wert von über 50 Milliarden Dollar über Adyen abgewickelt; eine herausragende Leistung!

Ein in Deutschland aktuell sehr bekanntes FinTech-Startup ist N26. Ehemals bekannt als Number 26 und nicht zu verwechseln mit einem Nachrichtensender des Axel-Springer Konzerns hat N26 kein geringeres Ziel, als eine neue Bank zu werden. Mit einer offiziellen Lizenz und einigem Wachstumskapital geht das Unternehmen dieses Ziel beständig an. N26 wurde 2014 gegründet. Das Unternehmen hat eher jüngere Kunden und bietet Real-Time Banking an, wodurch Bewegungen auf dem Konto in kürzester Zeit nachverfolgt werden können. 

Sie wissen wie mühselig der Versand von Fremdwährungen ist und haben keine Lust, dafür ständig horrende Gebühren zu zahlen? Genau dieses Problem geht Transferwise an. Das Unternehmen wurde von Christo Käärmann und Taavet Hinrikus gegründet. Die beiden Estländer sahen Währungsumtausch als ein großes Problem und wollten diesen effizienter gestalten. Hr. Hinrikus war übrigens der erste Angestellte von Skype. Mittlerweile werden jährlich mehrere Milliarden Euro via TransferWise versendet und auch prominente Investoren sind begeistert. Zu diesen zählen unter anderem  Peter Thiel, Max Levchin und David Yu. Die Firma selber hat aktuell einen Marktwert von über 1 Milliarde Euro.

Schweden ist nicht sehr weit von Estland entfernt. Dort, genauer gesagt in Stockholm, ist Klarna beheimatet. Dieser Payment Provider wurde 2005 von Sebastian Siemiatkowski, Niklas Adalberth, Victor Jacobsson gegründet und verfügt mittlerweile über 10 Büros weltweit. Klarna hat bereits mehr als 10 Milliarden Dollar in Transaktionen begleitet, was zeigt, wie sehr dieses Startup auf Akzeptanz stösst. Klarna ist auch in Deutschland tätig, vielleicht haben Sie von der Firma bereits gelesen. Klarna wurde hauptsächlich in der Programmiersprache Erlang geschrieben und wird mittlerweile auf einen Marktwert von über 2 Milliarden Euro geschätzt.

Auch in China gibt es FinTech Unternehmen. Dazu zählt beispielsweise Lufax. Diese in Shanghai beheimatete Firma fungiert als Peer-to-Peer Lender in China. Der Markplatz ermöglich also Chinesen einander Geld zu leihen. Aufgrund des riesigen Marktes gibt es ein herausragendes Deal-Volumen. Von daher ist es wenig überraschend, dass Lufax bereits auf mehr als 19 Milliarden Dollar Marktwert geschätzt wird. Aktuell denkt Lufax über einen IPO im Heimatland nach, welcher wahrscheinlich frühestens dieses Jahr stattfinden wird.

Ein sehr ähnliches Geschäftsmodell hat das amerikanische Unternehmen Lending Club, welches bereits am NYSE gelistet ist und 2006 gegründet wurde. Das Unternehmen wurde von Renaud Laplanche gegründet, einem französischen Jurist, welcher vormals in New York als Anwalt für Kapitalmarktrecht gearbeitet hat. Nach einem internen Bericht, welcher ihm Fehlverhalten vorwirft, hat er seine Tätigkeit als CEO im Mai 2016 aufgegeben.

Last but not least haben wir noch Zinspilot. Ein Unternehmen der Deposit Solutions, welches unter anderem Peter Thiel als Investor gewinnen konnte. Das in Hamburg beheimatete Unternehmen kooperiert mit der alteingesessenen Sutor Bank. Zinspilot hat das Ziel, Sparern die Konten mit den besten Zinsangeboten aufzuzeigen.

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